Triathleten bei Hessenmeisterschaft

Noch bis vor wenigen Wochen war unklar, ob die Hessischen Triathlon-Meisterschaften über die Mittelstrecke, die eigentlich für Mitte Juni geplant waren, überhaupt stattfinden können. Umso größer war die Freude – nur bei den Triathletinnen Lisa Gerß, Verena Repp, Lisa Heinrichs, Dominik Schüssler und Michael Lik vom Team des „TV Bad Orb – Gesund im Spessart“ – doch noch ein Rennen absolvieren zu dürfen. Bis auf Heinrichs, welche über die olympische Distanz (750 Meter / 40 Kilometer / zehn Kilometer) startete, gingen die anderen Athleten über die Mittelstrecke (1,9 Kilometer / 80 Kilometer / 17 Kilometer) an den Start.

Eine Woche nach ihrem Bundesligarennen in Saarbrücken gewann Lisa Gerß unbedrängt den Wettkampf mit einem Start-Ziel-Sieg in 3:54 Stunden und zwölf Minuten Vorsprung vor Jana Binninger. „Es war heute mal sehr schön, einen Wettkampf ohne Druck und geringen Siegambitionen zu absolvieren“, so Ger0 nach dem Zieleinlauf. Dass es trotzdem zu Platz eins reichte, verdeutlicht die Leistungsfähigkeit der Athletin, die auch gewinnt, wenn sie es mal lockerer angehen lässt. In den letzten drei Wochen absolvierte Lisa Gerß erfolgreich zwei Mitteldistanzen und eine Sprintdistanz.

Ihre Teamkollegin Verena Repp lag bis zur zweiten Laufrunde aussichtsreich auf Platz drei, musste dann aber das Tempo rausnehmen, kollabierte 700 Meter vor dem Ziel und musste das Rennen leider aufgeben.

Lisa Heinrichs, die auch dem Bundesligakadar des TV Bad Orb angehört, startete auf der olympischen Distanz und kam mit 1:30 Minuten Rückstand auf Lucie Kammerer vom Bundesligakonkurrenten DSW Darmstadt auf Platz zwei ins Ziel.

Dominik Schüssler genoss seine erste Mitteldistanz und kam glücklich nach 5:07 Stunden im Ziel am Sickenhäuser See unweit von Babenhausen an und wirkte zwar sichtlich erschöpft, aber auch sehr zufrieden. „Es war sicher nicht meine letzte Mitteldistanz“, so Schüssler.

Michael Lik, der im Vorjahr als Gesamtsieger und damit als Titelverteidiger an den Start ging, wusste, dass es kein leichtes Unterfangen werden würde. „Ich habe mich nach dem Sieg beim Knappenman zwar erstaunlich gut erholt, wusste aber auch, dass die Konkurrenz mit Paul Schuster und Simon Huckestein sehr stark ist“, sagte Lik. Umso mehr lieferte Lik, über alle drei Disziplinen, besonders auf dem Rad mit 2:06 Stunden über 85 Kilometer nochmal eine Top-Leistung ab. Am Ende reichte es mit einer Zeit von 3:37:51 Stunden für den dritten Gesamtplatz.

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