Tabellenführer 2. Bundesliga

Mit einer fantastischen sportlichen Darbietung gewinnt die Damenmannschaft des TV Bad Orb den Auftaktwettkampf der 2. Triathlon- Bundesliga beim Woog-Sprint in Darmstadt. Schon Tage vor dem Rennen äußerte sich das Team um Dana Wagner selbstbewusst und stufte sich
als „brandgefährlich“ ein. Was die vier Damen dann nach dem Startschuss im Wasser, auf dem Rad und in Laufschuhen den Zuschauern boten, war an Spannung nicht zu überbieten.

Antonia Gardeike stieg als Dritte nach 750 m Schwimmen aus dem 21 Grad warmen Woogsee. Lisa Gerß folgte in der Verfolgergruppe auf Platz 6. Mit kurzem Abstand überquerten Dana Wagner (14.) und Laura Jansen (15.) die Zeitmessmatte. Nach wenigen Radkilometer verlor die Topschwimmerin Gardeike den Kontakt zur Führungsgruppe und schloss sich den Teamkameraden Wagner und Jansen auf dem Rad an. Beide hatten sich auf den ersten Radkilometern mit großem Krafteinsatz gemeinsam nach vorne gearbeitet. Im Dreierexpress sahen die Athletinnen dann ihre Chance, die
Verfolgertruppe auf Abstand zu halten. „Ein Wagnis, da die investierte Kraft in einen Dreiergespann viel höher ist, als in einer größeren Gruppe. Die Aussicht auf Erfolg war da, das wollten wir versuchen,“ verrät Jansen später. Nach zwei zu fahrenden Runden baute das Orber Trio den Vorsprung auf 30 Sekunden auf die mittlerweile 15 Athletinnen starke Verfolgergruppe aus und kam auf Platz 9 und 10 in die Lauf-Wechselzone. Gardeike musste auf den letzten Kilometern der Radstrecke abreißen lassen. Gerß zog mit 30 Sekunden Vorsprung vor den Mannschaftskameradinnen als erste die Schuhe an und machte sich auf die letzten 5 Kilometer. Mit einem Tempo von 3:50 min/km startet Gerß die Verfolgung auf die beiden führenden Athletinnen vom Vollast Tri Team Schongau. „Ich bin unglaublich schnell angelaufen auf den ersten beiden Kilometern und wollte alles aus meinem Körper für das Teamergebnis herausholen“, so Gerß. Mit dieser Einstellung schaffte es die 26-Jährige, noch den Rückstand von einer Minute deutlich zu reduzieren und überholte sogar bei Kilometer drei noch die Zweitplatzierte Nina Koller. Mit gleich hohem Tempo rannte auch Jansen über den Laufstrecke. Dabei fabrizierten die mitgereisten Orber Teamkameradinnen und Fans  am Streckenrand eine „Gänsehaut-Wettkampfatmosphäre“ und trieben
ihre Kameradinnen immer weiter nach vorne.

Nach knapp über einer Stunde war es dann soweit: Gerß überquerte nach der Tagessiegerin Lena Gottwald überglücklich auf Platz zwei die Ziellinie. Keine vierzig Sekunden später erreichten Jansen (Platz 5) und kurz darauf Wagner (Platz 9) unter frenetischem Jubel der eigenen Fans das Ziel am Woogsee. Gardeike beendete das Rennen auf Platz 21.

Sofort nach dem Zieleinlauf war dem mitgereisten Abteilungsleiter Jürgen Metzler klar , dass es heute nur einen Sieger geben konnte: „Das Team aus Bad Orb! Für unsere Abteilung ist das der größte Mannschaftserfolg seit ihrer Gründung unserer, ergänzt Metzler. Dem sichtlich stolzen Teamleiter, Adi Kohr, gebührte am Ende das Schlusswort: Der Erfolg ist ein Resultat aus einem schnellen Schwimmen und großem Mut auf dem Rad, es zu dritt gegen den Rest zu versuchen, das war großer Sport und das haben die Damen hervorragend gemacht. Der erste Platz gibt uns weiteres Selbstvertrauen für die anstehenden Ziele. Als Tabellenführer der 2. Bundesliga gehen wir mit Zuversicht in die nächsten Wettkämpfe. Die Freude über den ersten Sieg in dieser noch jungen Saison ist in der ganzen Abteilung sehr groß. Schließlich gehören wir jetzt mit zu den besten Teams in ganz Deutschland.“

Auf Platz zwei landete die Mannschaft vom Vollast Tri Team Schongau vor dem SV Würzburg auf Platz drei. Eintracht Frankfurt belegte am Ende Platz 7 und Spiridon Frankfurt landete auf dem letzten Platz der neun gestarteten Mannschaften. In der offenen Wertung zeigten Lea Brand und Tina Lucas mit dem Sieg in ihren Altersklasse, dass auch die anderen Athletinnen bereit für einen Bundesligaeinsatz sind. Auch die erst 17-jährige Nachwuchsathletin Mareike Czakert lieferte nach überstandener Krankheit ein gute Leistung ab und zeigte wie auch Tabea Sander ein gutes Rennen.

Das Regionalligateam war mit Paul Weigand, Georg Abel, Michael Lik, Simon Brend’amour und Max Ostermeier am Start. „Mit dem 5. Platz ist das Team mehr als zufrieden, zumal der direkte Konkurrent vom SV Gelnhausen um vier Plätze distanziert wurde“, so Metzler.

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