TV Senioren feiern Fasching

Die fünfte Jahreszeit hat auch die TV-Senioren nicht ruhen lassen. Sie trafen sich zu ihrer traditionellen Karneval-Sitzung, wie jedes Jahr, im Café Kowalski. Es ist kein Geheimnis, dass sich die Senioren im Fasching eher lieber nachmittags bei Kaffee und Kreppel treffen als abends Großveranstaltungen zu besuchen. Entsprechend groß war die Beteiligung. Die Stimmung war prima. Es blieb kein Stuhl unbesetzt. Organisiert wurde der Nachmittag vom Ehepaar Herold. Wilfried Herold, als Senioren-Obmann des TV, führte humorvoll durch das Programm.

Zur Musik von Dieter Borchert wurde gesungen und geschunkelt. Viel Mühe gaben sich alle Interpreten mit ihren, teils  tiefsinnigen und humorvollen Vorträgen, die sie mit Herzblut und Emotion darboten.

Moderator Wilfried Herold brachte einen Rückblick auf seine Vorträge in den vergangenen Jahren und gab anschließend eine kleine Vorausschau auf das kommende Jahr 2019. Statt, wie früher sportlich, trat er dieses Mal als Musiker mit Trompete auf. Schade nur, dass er das Mundstück zu Hause vergessen hatte. So war er auf seine eigene Improvisation angewiesen, die er aber gut beherrschte. Der Nachmittag war eröffnet.

Darauf übte Isabell Junkers-Kreide humorvoll Kritik an der Orber Stadtverwaltung über den geplanten Hotel-Neubau am alten Rathaus. Die Frage nach dem Sinn eines Neubaus wurde gestellt wo doch, wie jedem bekannt ist, in Bad Orb Hotels am Rande ihrer Existenz wirtschaften. Der gerade eröffnete und mit Liebe angelegte Kinderspielplatz wird der wohl abgerissen und an anderer Stelle neu gebaut? Mit einer alten Vorderladerpistole bewaffnet persiflierte Betty Neumann Bad Orbs Vorzeigeräuber „Peter von Orb“. Ellen Betz wiederum hatte Probleme mit einem Mann der an ihren Gartenzaum regelmäßig seine Notdurft verrichtete. Das hatte an dem Tag ein Ende an dem sie seinen „Haufen“ mit der Schippe vorsichtig wegzog und ihm dafür ein Hühnerei unterschob. Laurenz Karger hatte mit viel Mühe und Können in einem Zusammenschnitt aus Schlagern und humorvollen Erläuterungen über Führerschein und Fahrstunde als Jugendlicher berichtet. Oswald Schwab-Sterk plauderte im wahrsten Sinne des Wortes „aus der Schule“. Ein Höhepunkt war wohl – inszeniert von Bärbel Steiner – die Ernennung und Inthronisation von Wilfried Herold zum Stammeshäuptling „Weiße Wolke“. Kopfschmuck, Tomahawk und Friedenspfeife zeichneten ihn erst richtig aus und gaben ihm vor allem auch die nötige Würde. Orber Dialekt und Brauch durften auch nicht fehlen. Das erledigte Edwin Noll mit seinem Vortrag über Orber Bratfest und das Nationalgericht „Esterhazy“. Humorvoll hat er die zwangsläufigen Folgen, bedingt durch viel Zwiebel als Beilage, gekonnt beschrieben.

Alles in allem ein runder Karnevalsnachmittag an dem jeder der Anwesenden seinen Spaß und Freude haben konnte.

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