Heimische Athleten beim Rodgau Triathlon

Bei glühender Hitze fand am vergangenen Sonntag der 17. Rodgau Triathlon statt. Mehr als 350 Starterinnen und Starter nahmen die Distanz 1,4km Schwimmen im Rodgauer Badesee, 42 flache Radkilometer auf gesperrten Landstraßen und einem abschließenden 10km-Lauf in Angriff. Neben der Mitfavoritin, der passionierten Läuferin Lisa Oed vom SSC Hanau-Rodenbach , waren mit der Bundesliga-Athletin Katharina Kreit, sowie ihren Vereinskollegen Swen Kailing und „Altmeister“ Kalli Flach gleich drei Sportler des Teams Spessartchallenge TV Bad Orb am Start. Daneben nahm auch Heike Eger vom ADAC Sportclub Gelnhausen das Rennen in Angriff.

Oed wird Zweite – Kreit holt die Holzmedaille – Kalli Flach finisht als „ältester“ Triathlet des gesamten Starterfeldes

Beim Sieg von Kristina Ziemons vom Team Sportona hatten die heimischen Starterinnen keine Chance. Katharina Kreit vom TV Bad Orb lag lange Zeit aussichtsreich auf Podestkurs, musste sich jedoch Lisa Oed, die in 37 Mintuen den schnellsten Lauf des Tages zeigte, und der Norwegerin Kristin Lie geschlagen geben und landete final sogar nur auf dem undankbaren vierten Gesamtrang. Heike Eger vom ADAC Sportclub belegte einen ordentlichen 14. Gesamtrang im Frauenfeld.

Bei den heimischen Herren glänzte Swen Kailing mit einem soliden Auftritt auf Gesamtrang 23 und holte die Silbermedaille in der Altersklasse M45. Der Applaus aller Starter war einmal mehr Kalli Flach sicher. Der Sieg in der Altersklasse M80 war ein harter Kampf gegen sich selbst und ein Beweis dafür, dass Triathlon auch im hohen Alter Spaß machen kann.

SVG und Team Spessartchallenge im Regionalliga Derby beim Teamsprint

Besonderes Highlight des Tages war aber der Regionalliga Teamsprint, bei dem es zum nächsten Aufeinandertreffen der heimischen Topteams vom TV Bad Orb und dem SV Gelnhausen kam. Das Format versprach Spannung. Nach dem Tabellenzwischenstand nach zwei von vier Saisonrennen wurden die Teams in Mannschaftsformation von 5 Startern im 30 Sekunden Abstand per Jagdstart auf die Strecke geschickt. Ziel beim Teamsprint ist es, dass von den fünf im Team agierenden Startern eines Vereins im Ziel vier ankommen. Dabei spielt Taktik und Teamwork eine große Rolle, denn in jeder der drei Teildisziplinen muss der schwächste Sportler eines Teams „geholfen“ bekommen. Beim Schwimmen kann dies der „Wasserschatten“ des Vordermanns sein, der hilft, leichter durchs kalte Nass zu „pflügen“. Beim Teamzeitfahren auf dem Rennrad hilft es, wenn man zu fünft „kreiseln“ und den Windschatten nutzen kann. Und beim abschließenden Lauf stellt sich spätestens heraus, wer noch „die Körner in sich hat“, um einer der vier „Wertungsathleten“ zu sein.

Der SV Gelnhausen ging mit David Behnsen, Felix Gundlach, Christian Senzel, Raphael Ruppel und Andreas Hinrich ins dritte Saisonrennen.  Ohne die guten Schwimmer Adi Kohr und Jörn Gabler war für die Bad Orber schon im Vorfeld klar, dass gerade in der Auftaktdisziplin eine besondere Leistung benötigt würde, wenn die Kurstädter mit der Konkurrenz mithalten wollen. Florian Brosch, Maximilian Ostermeier, Michael Lik, Jan Grießmann und Jürgen Metzler gaben für Bad Orb ihr Bestes. Für beide heimischen Teams war bereits vor dem Rennen klar, dass der Nichtabstieg gefeiert werden konnte. Denn mit Fuldatal, das durch zwei letzte Plätze bei den Rennen in Fritzlar und Worms und dem Nichtantreten im Rodgau, steht der Absteiger für diese Saison bereits fest. Zwischen den Plätzen 5 bis 9 der Ligatabelle liegen alle Vereine im Abstand von nur einem Punkt dicht beieinander.

Im Rodgau ging der SVG eineinhalb Minuten vor den Orbern als sechstes Team, die Orber als neuntes Team ins Rennen. Erwartungsgemäß bleiben die Gelnhäuser auch im weiteren Rennverlauf vor den Orbern. Jan Grießmann (TVO) und Andreas Hinrich fielen während des Rennens dem Tempodiktat der eigenen Teamkollegen zum Opfer und mussten abreißen lassen. Beide Teams „brannten“ die dritt- bzw. viertschnellste Radzeit aller 11 Regionalligateams auf den Asphalt. Dabei „flogen“ beide Teams mit fast 43km/h Durchschnittsgeschwindigkeit über die Strecke. Am Ende kam der SVG auf Rang 6, die Bad Orber auf Rang 9 ins Ziel, denkbar knapp hinter Viernheim und der Eintracht aus Frankfurt. Beide Teams schoben sich zwischen den SVG und die Kurstädter.„Jetzt steht es zwei zu eins für Gelnhausen im heimischen Derby. Beide Vereine halten die Klasse. Das ist vor dem letzten Rennen schon mal eine sichere Voraussetzung. Beide Teams kämpfen um einen Platz im Tabellen-Mittelfeld. Beim Saisonfinale im September werden wir Orber alles dransetzen, im Derbyduell wieder gleichzuziehen und noch Plätze in der Tabelle gutzumachen. Dann wäre das ein toller Saisonabschluss“, so Teamkapitän der Kurstädter Florian Brosch.

Das letzte Regionalligarennen wird die olympische Distanz am geschichtsträchtigen Brückenkopf von Remagenam 09. September 2018 sein.

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