Uns das steht bei den Senioren in diesem Jahr noch an

 

10.09.                 Bratfest TV mit Senioren

28.09. - 03.10.    Herbstfahrt auf Luthers Spuren Halle - Greifswald - Hiddensee - Usedom

13.11.                 Jahresrückblick   im Hotel Weidenau    Beginn 14.30 Uhr

11.12.                Weihnachtsfeier im Cafe Kowalski      Beginn  14.30 Uhr

 

Turnverein Senioren wandeln auf Luthers Spuren

Vortrag von Pfarrer Kaltschnee

14. August 2017

Die Turnverein Senioren nutzen dieses Jahr die Anreise zur Ihrer Herbstfahrt im Oktober an die Ostsee, um auf den Spuren  Martin Luthers in Eisenach, Eisleben und Wittenberg zu wandeln.

Zu einem ergänzenden Vortrag über Luthers Leben und Wirken hatten sie zu einer gut besuchten Veranstaltung in das Haus des Gastes eingeladen.

 

Der Vortrag von Pfarrer Günter Kaltschnee fiel auf den Einschultag und zu Beginn seines Vortrages wies er auf zwei ökumenische Einführungsgottesdienste  am Vormittag hin. Nicht Trennendes gebe es zu bedenken, sondern die gemeinsamen Wurzeln unseres christlichen Glaubens zu suchen. Katholische und Evangelische Christen hätten viel gemeinsames, unter anderem das Vater Unser. Er gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass irgendwann  einmal auch  ein gemeinsames Abendmahl möglich sein  wird.

 

Luther und Bad Orb, dazu erfuhren die Zuhörer auch Interessantes. Am 10. November 1483 wurde Martin Luther im Petriviertel in Eisleben geboren. Bereits einen Tag danach wurde er   in der nahe liegenden Kirche St. Peter getauft.  Dem  damaligen Brauch entsprechend bekam er den Namen des Tagesheiligen: Martin (von Tours). Der Heilige  Martin ist Schutzpatron der Stadt Bad Orb und deshalb sind viele  Benennungen hier im Ort nach ihm benannt, z.B. ein Kindergarten, die Grund-und Hauptschule und die St. Martinskirche.

 


Erste Station der TV-Senioren bei der Herbstfahrt wird Eisenach sein. Nach seinen berühmten Worten vor dem Reichstag in  Worms: „Hier stehe ich, ich kann  nicht anders“„ wurde Luther auf der Rückreise zu seiner eigenen Sicherheit auf die Wartburg gebracht. Hier vollbrachte  Luther wohl seine wichtigste und größte Lebensleistung: Die Übersetzung der Bibel ins Deutsche.

Ergänzend wies Pfarrer Kaltschnee darauf hin, dass durch die Bibelübersetzung erst die einheitliche „deutsche Schriftsprache“ entstehen konnte.  Martin Luther verdanken  wir auch viele  Kirchenlieder z.B. „Vom Himmel Hoch  da komm ich her“.

 

Über Eisleben, dem  Geburts-und Sterbeort  Luthers reisen die TV-Senioren nach Wittenberg wo Luther als Professor und Prediger wirkte und am 31.  Oktober 1517 seine 95 Thesen an die  Schlosskirche  anschlug. Wie geschichtlich bekannt, war der Anlass der Ablasshandel.

Luther vertrat die  These: Gnade allein  ist durch Gott möglich und nicht durch Ablasshandel.

Allein was in der der Hl. Schrift steht ist richtig. „ Luther wollte keine neue Kirche gründen, sondern die bestehende Kirche erneuern (reformieren).“

 

Im abschließenden  Teil seiner Ausführungen  ging Pfarrer Kaltschnee  auch auf weniger erfreuliche Leistungen des Reformators   ein, beispielsweise seine Einstellungen  zum  Judentum oder auch seine wechselseitigen Positionen während der Bauernkriege in Thüringen.

 

Ergänzt wurde  der Vortrag von einer Bilddokumentation.  Bei Bildern  von der Wartburg, oder der Silhouette  von Wittenberg kam  Vorfreude auf die Herbstfahrt auf, um das im Vortrag Erwähnte live vor Ort zu sehen und erleben.